Sicherung¶
Direkter Snapshot-Zugriff für AWS, Azure und GCP¶
Für Kubernetes-Cluster in Amazon Web Services (AWS), Microsoft Azure oder Google Cloud Platform empfiehlt es sich, dem Afi-Sicherungsagenten die direkte Verwaltung von Volume-Snapshots über die API des jeweiligen Cloudanbieters zu ermöglichen, statt die generische CSI-API zu verwenden. Folgen Sie einer der nachstehenden Anleitungen, um den direkten Snapshot-Zugriff zu konfigurieren:
- Direkten Snapshot-Zugriff für Amazon Web Services einrichten
- Direkten Snapshot-Zugriff für Microsoft Azure einrichten
- Direkten Snapshot-Zugriff für Google Cloud Platform einrichten
Sicherung konfigurieren¶
Nachdem Sie den Afi-Sicherungsagenten in Ihrem Cluster installiert haben, sind noch zwei Schritte erforderlich, um Ihre Konfiguration und Daten zu schützen:
- Konfigurieren Sie eine Sicherungsrichtlinie oder prüfen Sie die vordefinierten Richtlinien.
- Weisen Sie den zu sichernden Namespaces eine Sicherungsrichtlinie zu.
Sicherungsrichtlinien können Sie im Afi-Portal auf der Registerkarte Service → Settings → SLA erstellen und verwalten. Standardmäßig erstellt Afi die beiden vordefinierten Sicherungsrichtlinien gold und silver. Beide sichern den gesamten Inhalt der geschützten Namespaces. Gold wird dreimal täglich, silver einmal täglich ausgeführt. Sie können beliebig viele benutzerdefinierte Sicherungsrichtlinien erstellen.
Wir empfehlen dringend, eine der vordefinierten Sicherungsrichtlinien zu verwenden. Diese Richtlinien erstellen Snapshots der vollständigen Anwendungskonfiguration und aller persistenten Volumes und stellen damit die sicherste Standardeinstellung dar. Wenn Sie eigene Sicherungsrichtlinien erstellen, stellen Sie sicher, dass keine Anwendungskomponente ausgelassen wird. Testen Sie außerdem regelmäßig die Wiederherstellung aus Sicherungen, um die erwartete Funktionsweise zu überprüfen.
Für Sicherungsrichtlinien können Sie unter anderem die folgenden Einstellungen konfigurieren:
- Welche Objekte mit Namespace und welche clusterweiten Objekte gesichert werden sollen. Objekte können anhand ihrer Labels, API-Version, ihres Typs und ihres Namens ein- oder ausgeschlossen werden.
- Sicherungszeitplan. Beachten Sie, dass sich der Sicherungszeitplan nach der beim Cluster-Onboarding angegebenen Zeitzone richtet.
- Archivierungseinstellungen, die festlegen, wie lange Sicherungen nach dem Entfernen einer Ressource aufbewahrt werden.
- Verschlüsselungseinstellungen. Standardmäßig werden Sicherungen mit einem von Afi verwalteten Verschlüsselungsschlüssel verschlüsselt.
Sie können beispielsweise eine benutzerdefinierte Sicherungsrichtlinie erstellen, die nur Objekte mit den Labels deployment=prod und version=beta sichert. Klicken Sie in den Richtlinieneinstellungen auf + Rule, um eine weitere Ein- oder Ausschlussregel hinzuzufügen:
Hinweis zu benutzerdefinierten Sicherungsrichtlinien¶
Afi empfiehlt, Selektoren in Sicherungsrichtlinien nur eingeschränkt zu verwenden. Bevorzugen Sie Richtlinien, die alles sichern. Während einer Wiederherstellung können Sie Objekte weiterhin granular auswählen; dies ist die sicherere Vorgehensweise. Wenn Sie ein Objekt nicht in eine Sicherung aufnehmen, steht es dauerhaft nicht zur Verfügung. Wenn Sie dagegen ein Objekt bei einer Wiederherstellung auslassen, können Sie die Selektoren in der Wiederherstellungsspezifikation korrigieren und den Auftrag erneut ausführen.
Sinnvolle Anwendungsfälle für Sicherungsrichtlinien mit benutzerdefinierten Selektoren sind „nur die Anwendungskonfiguration sichern“ und „nur persistente Daten sichern“.
Namespaces mit Sicherungsrichtlinien schützen¶
Nachdem Sie sich für eine Sicherungsrichtlinie entschieden haben, wechseln Sie zur Registerkarte Service → Protection, wählen die zu schützenden Namespaces aus und weisen ihnen die Richtlinie zu. Sie können auf der Registerkarte Service → Settings → SLA außerdem den automatischen Schutz aller Namespaces in Ihrem Cluster durch eine Sicherungsrichtlinie Ihrer Wahl aktivieren (siehe Option Automatically protect new resources).
Sobald ein Namespace geschützt ist, können Sie über die folgende Schaltfläche manuell eine Sicherung starten:
Sicherungen überwachen¶
Auf der Registerkarte Configuration → Reports können Sie Berichte aktivieren, um regelmäßig E-Mails zum Sicherungs- und Lizenzstatus Ihrer Cluster zu erhalten. Wenn ein Statusbericht einen Fehler oder eine Warnung enthält, können Sie die betroffenen Sicherungen oder Wiederherstellungen auf der Registerkarte Activity → Tasks prüfen. Wählen Sie Status = Failed oder Status = Warning, um nur fehlgeschlagene Aufgaben beziehungsweise Aufgaben mit Warnungen anzuzeigen.