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Überblick

Datenresidenz

Afi wird als verteilte containerbasierte Anwendung in Google Cloud Platform (GCP) gehostet. Für Google Workspace- und Microsoft 365-Mandanten stehen die USA, Kanada, Europa (Niederlande), Deutschland, die Schweiz, das Vereinigte Königreich und Australien zur Verfügung. AWS-, Azure- und Kubernetes-Mandanten werden in den USA, Kanada, Europa (Niederlande), dem Vereinigten Königreich und Australien gehostet. Diese Google-Einrichtungen verfügen über alle wichtigen Sicherheits- und Datenschutzakkreditierungen, darunter SOC 1 – SSAE-16, SOC 2, PCI DSS Level 1, ISO 27001, HIPAA und FIPS 140-2. Der physische Zugriff auf die Server in den Rechenzentren ist autorisiertem Google-Personal vorbehalten; Afi-Mitarbeiter haben keinen physischen Serverzugriff.

Wir betreiben keine lokale Produktionsinfrastruktur und verlangen von allen Mitarbeitern, die mit internen Systemen wie Code-Repositorys, Build-Systemen oder Cloudanbietern arbeiten, eine Zwei-Faktor-Authentifizierung. Nach dem Prinzip der geringsten Rechte erhalten Mitarbeiter ausschließlich den für die Erfüllung ihrer Aufgaben unbedingt erforderlichen Zugriff.

Verfügbare Regionen

Afi-Benutzer können bei der ersten Registrierung für die Testversion von Afi SaaS Backup den Datenspeicherort auswählen. Für Google Workspace- und Microsoft 365-Mandanten stehen folgende Standorte zur Verfügung:

  • USA: Google-Rechenzentrum us-central1 (Council Bluffs, Iowa, USA)
  • Vereinigtes Königreich: Google-Rechenzentrum europe-west2 (London, England)
  • Niederlande: Google-Rechenzentrum europe-west4 (Eemshaven, Niederlande)
  • Deutschland: Google-Rechenzentrum europe-west3 (Frankfurt, Deutschland)
  • Schweiz: Google-Rechenzentrum europe-west6 (Zürich, Schweiz)
  • Kanada: Google-Rechenzentrum northamerica-northeast1 (Montreal, Kanada)
  • Australien: Google-Rechenzentrum australia-southeast1 (Sydney, Australien)

Für AWS-, Azure- und Kubernetes-Mandanten stehen die USA, das Vereinigte Königreich, die Niederlande, Kanada und Australien zur Verfügung.

Für geografisch verteilte Unternehmen, die Anforderungen an die Datenresidenz erfüllen müssen, bietet Afi eine Multi-Geo-Einrichtung.

Datenverschlüsselung

Alle Kundendaten sind jederzeit verschlüsselt, sowohl bei der Übertragung als auch im Ruhezustand. Für die gesamte Steuerungskommunikation einschließlich der Datenübertragung zwischen Afi-Komponenten verwenden wir TLS 1.3, damit der gesamte Datenverkehr verschlüsselt ist. Ruhende Daten werden mit AES-256 verschlüsselt.

Afi bietet außerdem eine Bring-Your-Own-Key-Verschlüsselungsfunktion (BYOK) für die Verschlüsselung von Sicherungsdaten und die Schlüsselverwaltung.

Datenzugriff

Systemadministratoren und Endbenutzer (bei von Administratoren aktiviertem Self-Service) können nur über Microsoft- oder Google-Identitätsdienste mit MFA-Unterstützung oder über Okta (SAML) auf den Dienst zugreifen.

Afi unterstützt erweiterte Funktionen zur Verwaltung des Datenzugriffs. Dazu gehören die granulare Berechtigungskonfiguration mit einem Zugriffsbereich je Entra-ID-Gruppe (AAD) oder Organisationseinheit/Google-Gruppe, ein Self-Service-Wiederherstellungsportal für Endbenutzer und die Möglichkeit, den Zugriff von Kundenadministratoren auf Sicherungsdaten einzuschränken.

Afi führt ein ausführliches, für Kundenadministratoren verfügbares Auditprotokoll aller Datenzugriffsvorgänge (Exporte und Wiederherstellungen) im Konto. Außerdem können Sie Auditereignisse an ein SIEM-System eines Drittanbieters Ihrer Wahl übertragen. Auditereignisse werden drei Jahre gespeichert.

Afi-Mitarbeiter und -Auftragnehmer haben keinen Zugriff auf Kundensicherungsdaten.

Kontoschutz

Afi setzt umfassende Sicherheits- und Betriebskontrollen ein, um Kundenkonten vor unbefugtem Zugriff zu schützen, einschließlich möglicher kundenseitiger Zugriffsverletzungen in Google Workspace oder Microsoft 365. Zu den Schutzmaßnahmen gehören IP-Adressprüfungen während Benutzersitzungen, Benachrichtigungen und eine verzögerte Ausführung sensibler Vorgänge wie Sicherungslöschungen sowie die Überprüfung des Kontobesitzes bei Antragstellern von Supporttickets.

Aus Sicherheitsgründen beschränkt Afi in den ersten 30 Tagen nach der Kontoerstellung Datenexporte auf einzelne E-Mails, Dateien oder jeweils einen Ordner.

Zugriffsrichtlinien

Mit Afi können Sie Zugriffsrichtlinien konfigurieren, die einen kontextbezogenen Zugriff auf Ihre Afi-Organisation anhand der IP-Adresse, des Landes oder des Identitätsanbieters des Benutzers durchsetzen.

Sperrmodus

Afi kann sensible Vorgänge einer Organisation über den Sperrmodus einschränken. Dieser lässt sich mit einem bei der Konfiguration generierten geheimen Sperrcode vorübergehend aufheben. Geschützte Vorgänge umfassen die Zugriffsverwaltung, die Verwaltung von Sicherungsrichtlinien und Secrets sowie das Löschen von Sicherungen.

Ransomware-Schutz

Afi erkennt verdächtige Dateiverschlüsselungsereignisse und benachrichtigt Kundenkontoadministratoren über einen möglichen Ransomware-Angriff. Bei einem bestätigten Angriff kann ein Kontoadministrator über eine In-Place-Wiederherstellung (Überschreiben) den neuesten intakten Snapshot wiederherstellen.

Datenunveränderlichkeit

Afi hat auf Grundlage von Objektspeicher ein unveränderliches Sicherungsdatenspeicherformat entwickelt, das gewährleistet, dass Sicherungsdaten und Metadatenobjekte nie überschrieben werden. Daten- und Metadatenaktualisierungen erfolgen niemals direkt; alle Daten erhalten zur Integritätsprüfung einen Fingerabdruck.

Information

Als zusätzliche Schutzmaßnahme kann die Unveränderlichkeit des zugrunde liegenden Objektspeichers aktiviert werden, die auch als Aufbewahrungssperre bezeichnet wird. Bei Aktivierung verschieben Sicherungsaufgaben regelmäßig einen Sperrzeitstempel für alle Sicherungsarchivobjekte. Dadurch können diese für einen bestimmten Zeitraum von etwa einem Monat weder gelöscht noch geändert werden. Solange die Aufbewahrungssperre einer Sicherung aktiv ist, kann keine Partei, einschließlich Afi, sie löschen oder manipulieren.

Wenden Sie sich an den Afi-Vertrieb (sales@afi.ai), um die Datenunveränderlichkeit für Ihren Afi-Mandanten zu konfigurieren. Aufbewahrungssperren werden bei regelmäßigen Sicherungen angewendet. Stellen Sie daher nach ihrer Konfiguration sicher, dass alle Sicherungen durch Sicherungs-SLA-Richtlinien mit regelmäßigem Zeitplan geschützt bleiben.

Compliance

Afi erfüllt wichtige Branchenvorschriften und wird im Rahmen der SOC-2-Compliance unabhängig geprüft. Zu den eingehaltenen Vorschriften und Rahmenwerken gehören unter anderem DSGVO/GDPR, HIPAA, CCPA, NHS Information Governance, PIPEDA und PHIPA.

Afi Technologies Inc nimmt für personenbezogene Daten außerhalb des Personalwesens am EU–U.S. Data Privacy Framework, dessen Erweiterung für das Vereinigte Königreich und am Swiss–U.S. Data Privacy Framework teil, wie im offiziellen Teilnehmerprofil von Afi beim US-Handelsministerium angegeben. Diese Programme sind die Nachfolger des EU–U.S. Privacy Shield und des Swiss–U.S. Privacy Shield.

Wenn Sie Afi zur Sicherung personenbezogener Daten von in der EU ansässigen Personen einsetzen, schließen wir mit Ihnen einen Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV; engl. Data Processing Addendum, DPA) ab. Laden Sie dazu den AVV herunter, unterzeichnen Sie ihn und senden Sie ihn zur Bearbeitung an den Afi-Vertrieb (sales@afi.ai).

Wenn Sie ein HIPAA-BAA mit Afi abschließen möchten, unterzeichnen Sie unser standardmäßiges BAA-Formular und senden es an den Afi-Vertrieb (sales@afi.ai).

Lesen Sie die ausführliche Seite zur Compliance oder wenden Sie sich unter privacy@afi.ai an uns, wenn Sie weitere Informationen oder Fragen zu landes- oder branchenspezifischen Vorschriften haben.

Penetrationstests und sichere Codeprüfung

Afi führt regelmäßige Penetrationstests und Sicherheitsprüfungen mit führenden Sicherheitsunternehmen wie Cobalt Labs, SecureIT und Red Team durch. Außerdem unterziehen wir unseren gesamten Quellcode und die Datenverschlüsselungsinfrastruktur unabhängigen Prüfungen des Codes und des Verschlüsselungsschlüsselverwaltungssystems.

Afi hat außerdem Stufe 3 des Cloud Application Security Assessment (CASA) durch eine unabhängige Sicherheitsbewertung eines Drittanbieters abgeschlossen.

Sicherung und Resilienz

Die Afi-Dienste werden mit Kubernetes Engine bereitgestellt. Hochverfügbarkeit und Notfallwiederherstellung sind in die Afi-Architektur integriert. Bei einem Komponentenausfall startet die Plattform zusätzliche Containerinstanzen und verteilt die Last neu.

Die Sicherungsrichtlinien und -verfahren von Afi definieren kritische Ressourcen einschließlich Datenbanken, die zur Einhaltung unserer SLAs automatisch für notwendige Wiederherstellungen gesichert werden. Alle Produktionsdaten werden automatisch in eine separate Infrastruktur repliziert. Afi testet seinen Datenwiederherstellungsplan fortlaufend.